In Portugal hat kein anderer Monat so viele Feiertage wie der Dezember. Das bleibt auch so, selbst wenn der heutige 1.12. ab dem kommenden Jahr nicht mehr als Feiertag gilt.
Der 1.Dezember hat zwar keinen religiösen Hintergrund, ist den Portugiesen aber heilig und fiel trotzdem dem Sparkatalog der Regierung zum Opfer, der ab 2013 die Streichung von jeweils zwei weltlichen und religiösen Feiertagen vorsieht. Patriotische Portugiesen gedenken am 1.Dezember den Ereignissen des Jahres 1640, als ihre Vorfahren die spanischen Herrscher in die Flucht schlugen, die sie nicht nur mit der Abhängigkeit von einer fremden Krone demütigten, sondern auch mit immer höheren Steuern belegten. Damals zogen Adelige auf den Paço da Ribeira in Lissabon und vollzogen, was seither als „Restauração da Independência“ gefeiert wird – die Wiederherstellung der nationalen Unabhängigkeit.
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[TD="class: tr-caption, align: center"]1. Dezember 1640: Freude nach dem Lissabonner Fenstersturz[/TD]
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Zunächst wurde die Herzogin von Mântua, Vizekönigin und verlängerter Arm des spanischen Königs Felipe III, gefangen genommen. Der gleichfalls von Felipe eingesetzte Staatssekretär Miguel de Vasconcelos hatte sich noch in einem Schrank verkrochen, entging jedoch seinem Schicksal nicht.
Die Aufständischen erschossen das verhasste Symbol der Unterdrückung und warfen Vasconcelos dann kurzerhand aus dem Fenster.
Das in politischen Dingen unglückliche Händchen lag bei Dom Miguel in der Familie: Bereits sein Vater Pedro Barbosa de Luna hatte neunzehn Jahre zuvor ein unrühmliches Ende gefunden, als seine Grausamkeiten gegen das eigene Volk durch den Degen eines Unbekannten beendet wurden.
Nach Miguels Ende bestieg Dom João IV., Herzog von Bragança, den portugiesischen Thron und begründete damit die Fortsetzung der für sechzig Jahre unterbrochenen portugiesischen Herrscherfolge. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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Der 1.Dezember hat zwar keinen religiösen Hintergrund, ist den Portugiesen aber heilig und fiel trotzdem dem Sparkatalog der Regierung zum Opfer, der ab 2013 die Streichung von jeweils zwei weltlichen und religiösen Feiertagen vorsieht. Patriotische Portugiesen gedenken am 1.Dezember den Ereignissen des Jahres 1640, als ihre Vorfahren die spanischen Herrscher in die Flucht schlugen, die sie nicht nur mit der Abhängigkeit von einer fremden Krone demütigten, sondern auch mit immer höheren Steuern belegten. Damals zogen Adelige auf den Paço da Ribeira in Lissabon und vollzogen, was seither als „Restauração da Independência“ gefeiert wird – die Wiederherstellung der nationalen Unabhängigkeit.
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Zunächst wurde die Herzogin von Mântua, Vizekönigin und verlängerter Arm des spanischen Königs Felipe III, gefangen genommen. Der gleichfalls von Felipe eingesetzte Staatssekretär Miguel de Vasconcelos hatte sich noch in einem Schrank verkrochen, entging jedoch seinem Schicksal nicht.
Die Aufständischen erschossen das verhasste Symbol der Unterdrückung und warfen Vasconcelos dann kurzerhand aus dem Fenster.
Das in politischen Dingen unglückliche Händchen lag bei Dom Miguel in der Familie: Bereits sein Vater Pedro Barbosa de Luna hatte neunzehn Jahre zuvor ein unrühmliches Ende gefunden, als seine Grausamkeiten gegen das eigene Volk durch den Degen eines Unbekannten beendet wurden.
Nach Miguels Ende bestieg Dom João IV., Herzog von Bragança, den portugiesischen Thron und begründete damit die Fortsetzung der für sechzig Jahre unterbrochenen portugiesischen Herrscherfolge. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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