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Menu-Vorschlag für Silvester: „Languste à la Troika“, portugiesische Spar-Variante angesichts leerer Kassen 2011 zählt nur noch wenige Stunden.
Die Vorbereitungen für 2012 verlaufen ohne echte Begeisterung.
Nicht einmal namhafte portugiesische Zeitschriften begleiten den Jahreswechsel mit dem Optimismus, in jedem Neuen wohne auch das Gute.
Statt wie früher Bilder von Silvesterkrachern, von Urlaub zwischen den Jahren oder von Girlanden umwickelten Schampus-Flaschen auf dem Titel zu drucken, lässt Visão einen etwas finster blickenden Bürger den Leser durchbohrend angucken. Das Titelthema dazu heißt: Enfrentar 2012. 2012 entgegentreten.
Dinheiro&Direitos, das Ratgeber-Heft des Verbraucherschutz-Bundes DECO für die, die noch Geld&Rechte haben, zeigt sogar einen Henker-Strick auf dem Cover, allerdings durchgeschnitten, eben passend zum Thema der Januar-Ausgabe: „Wie man der Insolvenz entkommt“. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, vor allem wenn sie nach der Allegorie des Titelfotos gerade nochmal mit ziemlich eingeschnürter Kehle davongekommen ist.
Als Heftbeilage gibt es einen Leitfaden für die bevorstehende Steuererklärung: Dort sieht man eine Euromünze, die von einem derben Gürtel eingeschnürt wird. Das ist grob gegenüber einem Geburtstagskind. Die Währung wird ja am Neujahrstag zehn Jahre alt, hat die Kinderkrankheiten übersprungen und ist direkt im Siechtum angekommen. Ein Mensch, der gerne feiert, möchte sich aber auf Silvester freuen. Soll nicht die Böller-Knallerei die bösen Geister vertreiben? „Das Zeug kommt aus China“, meint einer, „genau wie bald auch deine Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar“.
Wenigstens ist's immer schön bunt. „Das leuchtende Grün wird mithilfe von Bariumsulfat an den Nachthimmel gezaubert. Rote Strahlen entstehen durch Strontium-Nitrat. Kupferoxychlorid macht das explosive Blau. Und silbern schillert's durch Titan-Verbindungen. Da muss einfach nur die Chemie stimmen, wie eben überall...“, erklärt ein anderer Fachmann für die Zerstörung schöner Vorstellungen. „Am farbigen Abglanz haben wir das Leben“, klar, Goethe hatte Recht. Der Volksmund sagt wohl eher: „Das Beste draus machen“.
2012: Alles hat seine zwei Seiten. Also das Beste daraus machen! Deshalb hat die eingangs erwähnte Visão auch nur die Hälfte ihrer Auflage mit dem betrübt blickenden Bürger gedruckt. Von der anderen Auflagenhälfte blickt eine Frau auf das Geschehen, mit deutlich milderen Zügen. Alles hat eben seine zwei Seiten.
So sehen das auch Freunde, die mir das eingangs stehende Gourmet-Foto geschickt haben, als Menü-Vorschlag für das letzte Abendessen in diesem Jahr, die portugiesische Spar-Variante angesichts leerer Kassen: „Languste à la Troika“. Wohl bekomm's.
Selbst hier droht der Scherzinfarkt, denn nicht einmal Möhren kommen unbehelligt ins neue Jahr. Das Gemüse rückt, sofern beispielsweise in einer Dose konserviert, in eine Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar vor.
Der Focus (so heißt auch eine Zeitschrift in Portugal) befasst sich nicht mit so trüben Nahaufnahmen. Er erschien als Sonderheft über „die tausend größten Unternehmen“ im Land auf der Suche nach Wettbewerbs-Fähigkeit und geht der Frage nach: „Wie wird Portugal 2020 sein“.
Ich habe mir das noch nicht angesehen. Erst mal 2012, bitte! Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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Die Vorbereitungen für 2012 verlaufen ohne echte Begeisterung.
Nicht einmal namhafte portugiesische Zeitschriften begleiten den Jahreswechsel mit dem Optimismus, in jedem Neuen wohne auch das Gute.
Statt wie früher Bilder von Silvesterkrachern, von Urlaub zwischen den Jahren oder von Girlanden umwickelten Schampus-Flaschen auf dem Titel zu drucken, lässt Visão einen etwas finster blickenden Bürger den Leser durchbohrend angucken. Das Titelthema dazu heißt: Enfrentar 2012. 2012 entgegentreten.
Dinheiro&Direitos, das Ratgeber-Heft des Verbraucherschutz-Bundes DECO für die, die noch Geld&Rechte haben, zeigt sogar einen Henker-Strick auf dem Cover, allerdings durchgeschnitten, eben passend zum Thema der Januar-Ausgabe: „Wie man der Insolvenz entkommt“. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, vor allem wenn sie nach der Allegorie des Titelfotos gerade nochmal mit ziemlich eingeschnürter Kehle davongekommen ist.
Als Heftbeilage gibt es einen Leitfaden für die bevorstehende Steuererklärung: Dort sieht man eine Euromünze, die von einem derben Gürtel eingeschnürt wird. Das ist grob gegenüber einem Geburtstagskind. Die Währung wird ja am Neujahrstag zehn Jahre alt, hat die Kinderkrankheiten übersprungen und ist direkt im Siechtum angekommen. Ein Mensch, der gerne feiert, möchte sich aber auf Silvester freuen. Soll nicht die Böller-Knallerei die bösen Geister vertreiben? „Das Zeug kommt aus China“, meint einer, „genau wie bald auch deine Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar“.
Wenigstens ist's immer schön bunt. „Das leuchtende Grün wird mithilfe von Bariumsulfat an den Nachthimmel gezaubert. Rote Strahlen entstehen durch Strontium-Nitrat. Kupferoxychlorid macht das explosive Blau. Und silbern schillert's durch Titan-Verbindungen. Da muss einfach nur die Chemie stimmen, wie eben überall...“, erklärt ein anderer Fachmann für die Zerstörung schöner Vorstellungen. „Am farbigen Abglanz haben wir das Leben“, klar, Goethe hatte Recht. Der Volksmund sagt wohl eher: „Das Beste draus machen“.
2012: Alles hat seine zwei Seiten. Also das Beste daraus machen! Deshalb hat die eingangs erwähnte Visão auch nur die Hälfte ihrer Auflage mit dem betrübt blickenden Bürger gedruckt. Von der anderen Auflagenhälfte blickt eine Frau auf das Geschehen, mit deutlich milderen Zügen. Alles hat eben seine zwei Seiten.
So sehen das auch Freunde, die mir das eingangs stehende Gourmet-Foto geschickt haben, als Menü-Vorschlag für das letzte Abendessen in diesem Jahr, die portugiesische Spar-Variante angesichts leerer Kassen: „Languste à la Troika“. Wohl bekomm's.
Selbst hier droht der Scherzinfarkt, denn nicht einmal Möhren kommen unbehelligt ins neue Jahr. Das Gemüse rückt, sofern beispielsweise in einer Dose konserviert, in eine Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar vor.
Der Focus (so heißt auch eine Zeitschrift in Portugal) befasst sich nicht mit so trüben Nahaufnahmen. Er erschien als Sonderheft über „die tausend größten Unternehmen“ im Land auf der Suche nach Wettbewerbs-Fähigkeit und geht der Frage nach: „Wie wird Portugal 2020 sein“.
Ich habe mir das noch nicht angesehen. Erst mal 2012, bitte! Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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