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[Perspektive Portugal] Abtauchen in die Geschichte

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Im Marinemuseum
Die portugiesische Marine feiert ihr einhundertjähriges Bestehen und hat aus diesem Anlass und bis Oktober zahlreiche Initiativen konzipiert.
Den Anfang macht die Ausstellung: „[DLMURL="http://museu.marinha.pt/Museu/Site/PT/Noticias/Exposi%C3%A7%C3%A3o+100+anos+submarinos+em+Portugal.htm"]Submarinos em Portugal - 100 anos[/DLMURL]“, bis zum 31.Mai im Museu de Marinha in Lissabon (Westflügel des Mosteiro dos Jerónimos (Di-So, 10h-17h).

„Im gesamten Jahrhundert haben U-Boote für Portugal die Nutzung des Meeres und der Seewege in Sicherheit ermöglicht“, so ein Sprecher des Museums.
António Fontes Pereira de Melo, in den 1870er und 1880er Jahren Minister und Regierungschef, entwarf 1890 das erste tauchfähige Gefährt, doch erst 1910 gab der damalige Marineminister João de Azevedo Coutinho den Bau eines U-Bootes in Auftrag. Die italienische Werft Fiat San Giorgio, eine der wenigen in Europa, die solche zu jener Zeit nicht gut beleumundeten Seefahrzeuge bauten, führten den Auftrag aus. Im April 1913 wurde das Tauchboot 'Espadarte' der portugiesischen Marine übergeben.
1915, mitten im Ersten Weltkrieg, bestellte Portugal weitere drei U-Boote in Italien, die 1918 geliefert wurden und die Namen 'Foca', 'Golfinho' und 'Hidra' erhielten. Sie taten rund zwanzig Jahre lang ihren Dienst zur Sicherung der portugiesischen Häfen. In den 1930er und 1940er Jahren kaufte Portugal neue, moderne Unterseeboote, diesmal in England. Während der Zeit der Kolonialkriege erwarb das Land U-Boote der französischen Daphné-Klasse, die nirgendwo so lange ihren Dienst taten wie in Portugal.


Die vierte Flotte wurde zwar im Jahr 1995 aufgelegt, doch erst 2004 unterzeichnete der damalige Verteidigungsminister Paulo Portas (er ist heute Außenminister) Verträge zum Bau der U-Boote in Deutschland. Der Deal führte zu Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar und Prozessen um Korruption, die zum Teil bis heute andauern. Nicht zuletzt trugen die bei Ferrostaal gekauften U-Boote 'Tridente' und 'Arpão' auch zur Verschärfung des portugiesischen Haushalts-Defizits bei.
Die Ausstellung in Lissabon dokumentiert die bewegte Geschichte der portugiesischen Unterseefahrt seit 1913. Und das stillgelegte U-Boot 'Barracuda' aus dem Jahr 1965 wird derzeit als Museum eingerichtet, das später in Cacilhas am südlichen Tejoufer besichtigt werden kann (in der Vergangenheit gab es zeitlich begrenzte Gelegenheiten, die 'Barracuda' zu sehen). Die Einweihung soll noch in diesem Jahr stattfinden.



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