"Upselling" bei Mietwagenfirmen ist seit Jahrzehnten fast ueberall die Norm. Oft wird der Kunde mit niedrigen Tagespreisen gelockt, und beim Vertragsabschluss kommt dann die grosse Ueberraschung. Dem Kunden wird ein Vertragsentwurf vorgelegt, die die weitaus teuerste Versicherungsoption beinhaltet (diese kostet i.d.R.. mehr als der Mietpreis selbst), vielleicht noch eine Via Verde "Aktivierungs"-Gebuehr von mehreren Dutzend Euro (obwohl der Transponder im Fahrzeug schon seit Monaten oder Jahren aktiv ist und fest an der Scheibe klebt). Dazu kommen dann oft ein offener Belastungs-Vertrag (wie man es von Hotels kennt), der die Spaet-Belastung fuer die letzten Via Verde-Abrechnungstage ermoeglicht. Ich staunte jedenfalls nicht schlecht, als meine Kreditkarte vor einem Monat eine erneute Via Verde (Spaet-)Belastung der letzten Autovermietung in Porto aufwies, obwohl mein Mietvertag bereits im letzten Oktober ablief. Sei es durch EDV-Probleme, gehackte Benutzerkonten der Vermietung (oder dessen IT Subunternehmer), den Schaden hat zuerst immer der Kunde. Es ist weiterhin wichtig zu wissen, welche Versicherungs-Leistungen die benutzte Kreditkarte hat, da die meisten Premium-Karten ueblicherweise eine Reiseversicherung beinhalten. Wenn man separaten Versicherungsschutz bei der Autovermietung braucht, lohnt es sich vor dem Vertragsabschluss nachzufragen ob es alternative Versicherungsvertrags-Leistungen gibt. Erst dann erfaehrt man oft von den guenstigeren Versicherungs-Varianten, bei der man im Fall eines Schadens eine relativ geringe Selbstbeteiligung hat... die man zwar bei Vertragsabschluss oft vorstrecken muss, jedoch nach Abgeben des Fahrzeugs ohne Schaeden wieder zurueckbekommt. Es ist daher immer anzuraten, das Fahrzeug beim Abholen von aussen (und ggf. innen) mit dem Handy von allen Seiten zu fotografieren, bzw. zu filmen, da man kleinere existierende Schaeden oder Kratzer oft nicht gleich bemerkt.