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Infos zum Klima benötigt

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Hallo liebe Community,

wir haben uns hier angemeldet, weil man in Foren immer gute Insiderinfos bekommt. Wir planen schon mehrere Jahre, unseren Lebensmittelpunkt nach Spanien zu verlagern. Explizit auf die Kanaren. Einerseits wegen des milden Klimas, andererseits, weil wir gerne viel in Richtung Selbstversorgung machen wollen. Außerdem ist in Planung eine Art Gnadenhof für Tiere aufzubauen. Zwar sind wir in der Planung schon recht weit (genau genommen könnten wir im Dezember etwas kaufen), sind allerdings bei der Suche nach Alternativen auf wunderschöne Ecken in Portugal gestoßen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir durch die vielen Spanienbesuche Portugal nie wirklich ins Auge gefasst hatten. Wir werden das im Oktober nachholen und wollen uns verschiedene Ecken anschauen.

Warum das alles, wenn es mit Spanien schon so gut aussieht? So etwas ist vermutlich eine Entscheidung fürs Leben und will gut durchdacht sein. Ich möchte einfach sicher gehen, ein paar Alternativen betrachtet zu haben, um die beste Entscheidung zu treffen.

Nun meine Fragen an euch. Man kann zum Klima zwar viel lesen, allerdings ist das nie so greifbar, als wenn man Infos von Experten/Leuten vor Ort/Kennern erhält.

Kann uns jemand Tipps geben, in welcher Ecke des Landes ein mildes Klima (auch im Winter) herrscht? Also so, dass man noch Zitrusfrüchte anbauen kann. Bedingung ist allerdings auch, dass es sehr grün sein sollte. Also mit vielen Bäumen und Weideflächen.

Wir hatten jetzt schöne Objekte in der Region Serta gesehen. Hat da jemand Infos zum Klima?

Und vielleicht noch eine Frage, die nichts mit dem Klima zu tun hat. Kennt jemand Adressen, wo man alte Bauernhöfe/Gehöfte finden kann? Also Makler oder Homepages o.ä.?

Vielen Dank schon einmal vorab und liebe Grüße
Nadine
 

laluna

Moderator
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Hallo Nadine87,

das stimmt: so ein Schritt sollte gut überlegt sein.

Also so, dass man noch Zitrusfrüchte anbauen kann. Bedingung ist allerdings auch, dass es sehr grün sein sollte. Also mit vielen Bäumen und Weideflächen.

Das kann man gut im Süden, also z. B. an der Algarve. Hier gibt es große Zitrusplantagen. Allerdings mit dem "sehr grün" und viele Bäume, wie auf den Kanaren, sieht es im Süden eher schlecht(er) aus. Auch ist das hiesige Klima überhaupt nicht mit dem konstanten Kanarischen vergleichbar.

Nur nebenbei: mir ist es hier im Sommer oft zu heiß und im Winter immer zu kühl....ich erkunde gerade die Kanaren für einen evtl. neuen Lebensabschnitt....

Viel Erfolg!
 
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29. Aug 2017
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Danke Laluna,

ich denke auch, dass man das Klima nicht mit dem kanarischen vergleichen kann. Wichtig wäre einfach, dass die Winter relativ mild sind. Soll heißen, dass man auch im Winter durchaus noch etwas Landwirtschaft betreiben kann. Ganz in den Süden wollten wir nicht, eben wegen dem "vielen grün".
In Deutschland leben wir gerade in einer Gegend, wo man wirklich sagen kann, dass 5/6 Monate Winter/schlechtes Wetter herrscht. Von Oktober bis April kann man grundsätzlich nichts planen, weshalb es uns nicht stört, wenn das Wetter im Winter so um die 5° liegt.

Ich freue mich also weiter über eure Einschätzungen und persönlichen Emfpfindungen.
 

Wolfgang

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in 21 Jahren Algarve-Winter ist es bis jetzt 1 x vorgekommen, dass an einem frühen Morgen 0,5 Grad minus waren. 5 Grad plus sind es nachts auch nur an wenigen Tagen. Aber schon bei 12 Grad plus schnattern wir wie die Enten und ohne Kamin wäre es oft ungemütlich.

In den Sommermonaten ist es im Algarve bei Sagres meistens angenehm und das Klima nicht zu heiß. Im Alentejo, Mitte- und Ostalgarve brüten Mensch und Tier manchmal bei 45 Grad. Auch nachts bleiben dort die Temperaturen hoch. Nicht so in Sagres, da weht fast immer ein kühler Wind und man kann deshalb angenehm schlafen. Ich würde mir zur Landwirtschaft auch eine Stelle aussuchen, die weniger Brand gefährdet liegt.

Zu den alten Bauernhöfen und Ruinen.
Oft sind die Jungen weggegangen, weil sich die Landwirtschaft nicht rentierte. Die Alten sind gestorben - und die Höfe verfallen. Kommt nun ein Käufer - so wird es meistens sehr kompliziert. In Portugal zahlt derjenige Erbschaftssteuer, der im "Grundbuch" eingetragen ist. Also machen viele Portugiesen es so, dass sie sich nicht eintragen lassen. An dem Besitz ändert das nichts. So sind oft noch Grundbesitzer eingetragen, die seit einem Jahrhundert verstorben sind. Wenn dann 4 Kinder mit 3 Töchtern, die wiederum Töchter und Enkel haben vorhanden sind, ist normalerweise nicht mehr festzustellen, wer alles Anspruch auf einen Teil des Grundstückes bzw. Hauses hat. Deshalb stehen auch so viele leer, weil niemand auf seine Kosten renovieren will und dann steht 2 Jahre später eine wildfremde Frau vor der Tür und bedankt sich, dass ihr Eigentum so gut gepflegt wurde.

Ein neues Gesetz soll das verhindern, indem bis zu einem bestimmten Stichtag das Erbe legitimiert wird. Erfolgt das nicht, kann veräußert werden.

Ich würde einmal nach Barao Sao Joao und Barao Sao Miguel (Westlich von Lagos) gehen und dort mit den Locals reden. Da sind einige Deutsche und Engländer, die sich teilweise mit Bauernarbeiten über die Runden quälen.
 
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Hallo Nadine,
für Bauernhöfe, Land und Ruinen fand ich diese Website sehr gut: http://www.pureportugal.co.uk/
Was die 'Entscheidung fürs Leben' beim Auswandern angeht, weiß ich nicht ob man das so hinbekommt, denn nach ein Paar Jahren entwickeln sich vielleicht neue Ziele.
Ich z.B. hatte die Sunshine Cost in Australien 'fürs restliche Leben' entdeckt und bin dennoch nach 5 Jahren nach Mallorca gezogen und auch aufs spanische Festland und an die Algarve.
Könnte nicht sagen, ob einer dieser schönen Plätze schon bis zum Lebensende reichen wird. In Bezug zum Klima (sogar an der Algarve) geht es mir wie Laluna, also im Sommer öfter zu heiß und im Winter immer etwas zu kalt; aber ich bin ja auch die Südhalbkugel gewöhnt gewesen und nicht mehr Deutschland.
Die Kanaren wären mir persönlich im Winter ebenfalls etwas zu kalt und im Sommer kann es dort auch sehr heiß werden; und mir wurde es dort schnell langweilig. Also mein persönliches Fazit: Wenn es nur das ideale Klima betrifft, ist es nicht leicht ein ganzjährig passendes zu finden. Daher wechsele ich noch immer turnusmäßig. Das ermöglicht dann aber keine nachhaltige Landwirtschaft oder Gartengestaltung. Ihr habt da sicherlich andere Prioritäten und ich wünsche Euch viel Erfolg beim Finden des richtigen Platzes!
 
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Vielen Dank für die Antworten. Werde mir die Seite gleich mal anschauen.
Das mit den Erbschaftssachen ist wohl in vielen Ländern gleich kompliziert, denn auf den Kanaren kann es auch ähnlich sein und man muss höllisch aufpassen. Teilweise kennen sich nicht einmal Makler richtig aus, weshalb man immer einen Anwalt hinzuziehen sollte.
 

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