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Hilfe bei der Suche nach ehemaliger Autofähre aus Linz/Kripp am Rhein

Ein Hallo an alle Forumsleser,

wie Ihr schon aus der Überschrift entnehmen könnt, brauche ich Hilfe bei der Suche nach einer ehemaligen Autofähre aus Linz am Rhein / Kripp am Rhein.
Auf unserer Webseite, www.geschichte-kripp.de, dokumentiere ich die Geschichte unserer Fähre, von den frühen Anfängen im Mittelalter, bis hin zur heutigen Neuzeit.

Unsere beiden Orte, rechtsrheinisch die Stadt Linz gelegen, linksrheinisch der Ort Kripp (ein Ortsteil der Stadt Remagen), sind seit jeher durch den Rhein getrennt. Fähren hallten hier seit Jahrhunderten die Verbindung zwischen beiden Ufern aufrecht bzw. haben sie erst möglich gemacht. Viele Freundschaften, Geschichten und Erlebnisse, mit und um die Fähren, sind so im Laufe der Zeit entstanden.
Auch heute ist ein Leben ohne unsere Fähre kaum vorstellbar, da die nächste Rheinbrücke viele Kilometer entfernt ist. Darum lernen bereits unsere Kinder von klein auf die Bedeutung der Fähre zu schätzen und viele Bürger fühlen sich mit ihr verbunden.
Schon oft wurden wir nach dem Verbleib einzelner Linzer Fähren gefragt und hatten leider keine Antwort parat, weswegen wir mit den Recherchen zur Chronik begonnen haben.

Ich suche nun schon seit geraumer Zeit nach der Autofähre "St. Martin", die bei uns von 1948 bis 1971 im regelmäßigen Fährbetrieb im Einsatz war. Im Vietelstundentakt setzte sie täglich aus Autos über den Rhein.
1971, als wir eine neue und größere Fähre bekamen, wurde sie an einen Schiffsmakler aus Huissen (Niederlanden) verkauft. Dieser benannte sie in "Looveer 2" um und setzte sie als Mietfähre an verschiedenen niederländischen Fährstellen ein.
Als er 1986 eine Kaufanfrage aus Portugal erhielt, nahm er das Angebot an und verkaufte die "Looveer 2".

Leider ist dieser Schiffsmakler schon vor vielen Jahren verstorben. Geschäftsunterlagen aus dieser Zeit existieren nicht mehr, der Betrieb wurde von einer Nachfolgefirma übernommen. So konnten wir leider bisher nicht herausbekommen, an wen oder wohin die Fähre nach Portugal verkauft wurde und auf welchem Fluss sie im Einsatz ist / gewesen ist:
Den einzigen Hinweis, den wir von einem ehemaligen Mitarbeiter des Maklers erhalten haben lautet, das er vor Jahren noch einmal mit dem damaligen Käufer telefoniert hatte und dieser Ihm erzählte, das die Fähre "... bis vor ein paar Jahren" noch im Betrieb gewesen sein soll. :confused:
In welchem Jahr das Telefonat stattgefunden hat, wissen wir natürlich auch nicht ...

Gesucht wird also nach der ehemalige Autofähre „Looveer 2“, ex „St. Martin“ aus Linz / Kripp am Rhein.
Auf den Bildern seht Ihr die „St. Martin“ 1971 am Kripper Rheinufer liegend und als „Looveer 2“ in den Niederlanden.
Die „St. Martin“ war ca. 38m lang (inklusive Fährklappen) und ca. 12-13m breit.

Wer hat diese Fähre gesehen oder kann Hinweise zu Ihrem Einsatzort und Verbleib geben ? Wer weiß, auf welchem Fluss in Portugal Sie eingesetzt wurde ?

Falls sich niemand an diese Fähre erinnern kann, würde es mir / uns schon helfen, wenn wir eine Liste an Flüssen aus Portugal zusammen bekommen, die schiffbar sind, also auf denen größere Flussschiffe (keine Motorboote) fahren und die so breit sind, das man auf Ihnen eine 38m lange Autofähre einsetzen könnte:
Zum Vergleich, der Rhein in Linz hat an der Fähre eine Breite von ca. 400m …

Wer weiß, an welchen Flüssen in den letzten 25 Jahren Brücken gebaut wurden, die eventuell eine Fähre abgelöst haben könnten ?
Ich wäre über jeden Hinweis dankbar, damit ich dann vor Ort weiter nachforschen kann.

Gruß Alex

P.S. Das Copyright der Fotos liegt bei Fa. Looveer / Huissen (NL). Die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Fotos liegt vor.
 

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hallo alex -
erstmal: schön dass du dich bei uns registriert hast.
herzlich willkommen im portugalforum! :)

vielen dank auch dafür, dass du gleich das copyright der fotos abgeklärt hast - toller service für uns moderatoren (denn oft muss man da nachfragen.

ich halt dir die daumen, dass du fündig wirst und viel infos bekommst.
 
Hallo Alex,

auch von mir erst mal herzlich Willkommen im Forum. :)

Die von dir gesuchte Fähre habe ich leider noch nie gesehen.
Aber spontan fällt mir der Guadiana ein, der in seinem Endlauf die Grenze zwischen Portugal und Spanien bildet. 1991 wurde hier eine Brücke fertiggestellt, die Ponte Internacional do Guadiana. Sie verbindet Castro Marim im Distrikt Faro in Portugal und Ayamonte in der Provinz Huelva in Spanien. Bis dahin konnte man im Mündungsgebiet des Guadiana nur mit der Fähre ins Nachbarland kommen, ob es aber auch Auto-Fähren gab, weiß ich leider nicht. Aber bis heute gibt es eine kleine Fähre, die von Vila Real de Santo António nach Ayamonte fährt.

Ansonsten gibt es hier in Lisboa am Tejo noch heute Autofähren, aber die scheinen größer zu sein als die von dir gesuchte. Und ich weiß auch noch von Autofähren (Atlanic Ferries), die im Mündungsdelta des Sado von Setúbal nach Tróia fahren. Allerdings sind die auch größer als die von dir gesuchte, aber sehen noch alle recht neu aus. Wer weiß, ob es da nicht früher auch kleinere gab.

Mehr fällt mir gerade nicht, aber es gibt hier bestimmt Portugallier, denen noch mehr einfällt.

Bjs, Eli
 
Olá,

diese Autofähre habe ich auch noch nie gesehen. Aber was mir vielleicht einfällt, ist der Fluss "Lima". Ob es dort Autofähren gibt, weiß ich leider nicht. Ich bin mal über die Brücke "Auto-Estrada Porto-Caminha" Richtung Viana do Castelo gefahren. Als ich weiter Richtung Land fuhr, hatte ich weniger Brücken gesehen...
 
Hallo! Ich frage mich nur, warum du so verzweifelt danach suchst? Mir ist sowas ja bei Autos oder anderen wertvollen Gegenständen geläufig. Aber bei so einer alten Fähre?
Weißt du denn sicher, dass die Fähre überhaupt noch in Betrieb ist?
 
Habe mir mal Gedanken gemacht, wie man weiterkommen könnte:

1. Über das "Registo de embarcacoes" in Portugal ist seltsamerweise wenig im Netz zu finden.

2. Da es ein kommerziell genutztes Wasser-Fz war/Ist, müsste es also regelmässig durch eine sog. Klassifiaktionsgesellschaft geprüft werden. Dazu bieten sich an:

Lloyd

Bureau Veritas

Germanischer Lloyd

In Portugal waren früher alle 3 Gesellschaften weit verbreitet.

3. Wenn das nichts hilft, dann können evtl. die "schifsspotter" weiterhelfen mit Ideen:

SchiffsSpotter.de

Viel Glück bei der Suche und bitte informiere uns, wenn Du fündig geworden sein solltest.

portapaixonado
 
Hallo an alle,

Danke erst mal für die bisherigen Tipps:

@Eli: Die Fähren in Lisboa kenne ich bereits durch meine Internet - Recherchen: Ein Kollege, der sich für die Geschichte und Lebensläufe der Hamburger Fähren interessiert, hat die Lisboa Fähren dokumentiert. Daher weiß ich auch, das sie dort nicht war bzw. ist, denn die meisten der Lisboa Fähren stammen ursprünglich mal aus dem Hamburger Hafen.

Atlantic Ferries hab ich auch gefunden, glaube aber nicht, das dort die "St. Martin" eingesetzt werden konnte, da diese ja nur eine Flussfähre war. (Zu wenig Tiefgang und kaum Freibord, bei Wellengang stark gefährdet, also nicht seetauglich).:nono:

@Ruben:
Leider weiß ich ja eben nicht, ob sie noch als Fähre in Betrieb ist, denn wenn, hätte ich sie wahrscheinlich schon gefunden, über Google Earth oder Bildersuche im Web ... :noplan:

Ich kann mir vorstellen, das es schwer vorstellbar ist, warum ich so intensiv nach der Fähre suche, aber es ist eben ihre faszinierende Geschichte und Vergangenheit:
Du schreibst, bei einem Auto könntest Du es verstehen, ich wiederum nicht:
Ein Auto, egal welches, wurde immer in großen Stückzahlen hergestellt und selbst, wenn es in 50 Jahren nur noch eins davon geben sollte, ist es doch immer nur eins von vielen gewesen, auch wenn es das letzte seiner Art ist .... :confused:

Bei Schiffen und Fähren ist das was anderes: Fähren sind schon immer Einzelanfertigungen gewesen, die zwar auch mal "Schwesterschiffe" haben konnten, weil ein Grundtyp der Fähre (des Schiffes) entwickelt wurde, aber bei der Endausrüstung sehen sie alle anders aus und jedes hat am Ende seines Lebens eine andere Geschichte und ist so ein "Individuum".

Die Fähre "St. Martin" war immer ein Einzelstück gewesen. Sie gab es nur einmal weltweit und wird es auch nie wieder in dieser Art geben. Mit Ihr verbinden sich menschliche Schicksale, geschichtliche Ereignisse und tolle Erlebnisse.

Fähren werden von uns allen mit einer Selbstverständlichkeit wahrgenommen, wie eine Brücke oder eine Straße, sie sind da und leisten ihre Arbeit.
Niemand macht sich darüber Gedanken, was es für die Fährleute an Bord der Fähren bedeutet, Tag für Tag zuverlässig, pünktlich und sicher, bei jedem Wetter und zu jeder Uhrzeit, den Fährbetrieb durchzuführen, es wird einfach voraus gesetzt. Es gibt Fährleute, die haben ihr halbes Leben an Bord verbracht, im Dienste der Allgemeinheit. :yes:
Ein Fährmann hat es nicht leicht: Er soll freundlich und höflich sein, muss sich aber gegen seine Fahrgäste behaupten, auch wenn es mal unangenehm wird. Er trotzt den Widrigkeiten des Wetters, erduldet die Launen seiner Fahrgäste und hat doch immer ein freundliches Wort für seine Stammkundschaft übrig.
Mancherorts ist es der Fährmann, der alles weiß, der alles sieht, dem man alles erzählt, während man mit Ihm die kurze Überfahrt zum anderen Ufer geniest.

Fähren verbinden, schaffen Freundschaften, verbinden Liebende, vereinen Familie und ja, sogar Ehen werden auf Ihnen geschlossen, (zum Beispiel auf verschiedenen Flussfähren auf dem Main), das vermag keine Brücke zu tun.

Ich selber bin leider zu jung, um mit der "St. Martin" gefahren zu sein, aber als ich angefangen habe, ihre Geschichte zu dokumentieren und zu rekonstruieren, hat sie mich angefangen zu begeistern und wenn ich heute die Chance bekommen würde, auf ihr fahren zu dürfen, vielleicht sogar sie selber zu steuern, ich würde sie ergreifen.

Die "St. Martin" entstand zu einer Zeit, als Baumaterialien für den Schiffsbau nur schwer zu bekommen waren. Es war 1945. Der Krieg war vorbei. Deutschland war von den Alliierten besetzt, die Infrastruktur lag am Boden.
Auch Linz und Kripp waren vom Krieg nicht verschont geblieben. Die Fähre war in den letzten Kriegstagen durch Bombentreffer versenkt worden, es gab keine Verbindung mehr zwischen beiden Orten. Die Bürger konnten nur noch mit einem kleinen Ruderboot, einem sogenannten Nachen übersetzen.
Dies war äußerst gefährlich, da der Nachen klein und schmal war und bei starker Strömung immer die Gefahr bestand, das er kentern und die Insassen ertrinken konnten, eine andere Lösung musste her.
So wurde bei der Fährgesellschaft der Plan gefasst, ein Fährschiff zu besorgen, neu oder gebraucht, um den Fährbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Dazu brauchten Sie aber die Genehmigung der damaligen Besatzungsbehörden. Diese waren aber alles andere als begeistert und verwehrten die Genehmigung. Erst Ende 1946 erhielten Sie die Erlaubnis, ein Fährschiff in Betrieb nehmen zu dürfen. Der Haken daran: Es durfte sich nicht aus eigener Kraft von Ufer zu Ufer bewegen, sondern sollte an einem, durch den Rhein gespannten Seil, von der Strömung von Ufer zu Ufer gieren: Als gieren bezeichnet man den Vorgang, wenn die Flussströmung ein Schiff oder eine Fähre quer zur Flussrichtung bewegt.
Ist die Fähre dabei an einem Seil befestigt, wird sie so von Ufer zu Ufer bewegt und das ganze ohne Motorkraft.
Soweit so gut, aber wo bekommt man 1946 eine Fähre her ? Also wurde eine Schiffswerft mit der Planung und dm Bau beauftragt. Es dauerte aber noch bis zum Juli 1948, bis die Fähre fertig war und in Betrieb genommen werden konnte.

Nach nur 4 Einsatztagen riss das Querseil, die Fährverbindung war erneut unterbrochen. Alle Reparaturversuche scheiterten. Es blieb nur eine Möglichkeit, man koppelte die Fähre an ein Motorboot, das man sich im Nachbarort ausgeliehen hatte. So konnte der Fährbetrieb provisorisch wieder aufgenommen werden.
Erneut wurden viele Verhandlungen geführt und schließlich erhielt man die Erlaubnis, die Fähre mit einem Motorantrieb ausrüsten zu dürfen.
1949 war es dann soweit, die Fähre wurde umgebaut und erhielt ihren ersten Motorenanbau. damit war sie in der Lage, auch ohne Querseil. also als freifahrende Fähre, den Rhein zu überqueren.
Der zweite Motorenanbau erfolgte 1950. Damit wurde sie noch leistungsfähiger, wendiger und schneller.

Was sich hier jetzt so einfach liest, war für damalige Verhältnisse eine absolute Neuheit und Sensation. Noch nie, war aus einer ehemaligen Gierfähre eine so leistungsfähige, freifahrende Großfähre gebaut worden.
Es folgten weitere Umbauten, wie neue und längere Fährklappen, größere Fährklappenaufhängungen, ein neues Steuerhaus, neue und verstärkte Decksbeläge / Decksbalken und später dann sogar Umbau von Holz auf Stahldeck), neue Maschinen, ein komplett neues Antriebssystem, (Umbau von 2x feststehenden Schiffspropellern auf 4 drehbare Ruderpropeller, und vieles mehr ...). Bis 1971 war die "St. Martin" bei uns im Einsatz. Viele tausende Menschen, Schüler, Werktätige und Ausflügler, hat sie täglich sicher und zuverlässig über den Rhein gebracht. Sie war für die Bürger ein Symbol für den Aufschwung, ein Zeichen das es vorwärts geht, Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Natürlich kamen nach Ihr neue Fähren, zum Teil auch mit Persönlichkeit, aber
keine danach hat auch nur an nährend eine so wechselvolle Geschichte gehabt, wie die "St. Martin", das macht sie so einzigartig und faszinierend ... :yes:

und Ihre Geschichte geht noch weiter:
Als sie in den Niederlanden war, hat sie als Leihfähre an verschiedensten Fährstellen gedient und dort die Menschen davor bewahrt, kilometerweite Umwege fahren zu müssen, weil Brücken gesperrt und repariert, oder die eigenen Fähren erneuert werden mussten.

Sie wurde sogar mal als Rettungsfähre bei einem Kernkraftwerk eingesetzt:
Der Haupteingang des Kraftwerk wurde von Kernkraftgegner blockiert und im Falle einer Erstürmung des Kraftwerks durch die Kernkraftgegner, sollten sich die Mitarbeiter über die Fähre in Sicherheit bringen.

Und hier endet nun die Geschichte, denn wie es weitergeht, weiß ich leider nicht, denn noch hab ich sie nicht wiedergefunden und es wäre sehr schade, wenn wir sie nicht wiederfinden und die Geschichte zu Ende schreiben können.

Gruß Alex
 

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Danke für die spannende Geschichte, Alex. :)

Mir war bislang nicht klar, dass man Fähren so sehen kann und diese auch so eine spannende Geschichte ergeben können... :cool:

Wenn du magst, erkundige ich mich beim nächsten Mal, wenn ich unten an der Ost-Algarve bin, bei älteren Einheimischen, ob es an der Guadiana-Mündung vor der Fertigstellung der Brücke auch Auto-Fähren gab. Ich hab mal ein bisschen recherchiert, aber nur Fotos und Videos zu den jetzigen gefunden.

Bjs, Eli
 
Hallo Eli,

gern geschehen und wäre toll, wenn Du das machen würdest.
Ich könnte Dir noch viele weitere Geschichten von Fähren und Fährleuten erzählen, auch von anderen Fährstellen, man glaubt nicht, was sich da so in einem Leben alles ereignen kann.
Bin durch mein Hobby schon an vielen Fährstellen gewesen und es ist immer wieder spannend, sich mit den Fährleuten zu unterhalten und den alten Geschichten zu lauschen.

Gruß Alex
 
hi Alex -
vielen Dank auch von mir für deine ausführliche und wirklich spannende Darlegung.

Hast du denn Kenntnis von anderen Fähren, die in Portugal "gelandet" sind?
Denn das würden wir sicher alle gerne hier im Portugalforum lesen! :yes:
 
Seit 1979 bis zur Fertigstellung der Brücke zwischen Ayamonte und Vila Real S.A. haben wir immer die Autofähren über den Guadiana benutzt. Meiner Erinnerung nach gab es 3 oder 4 verschiedene Autofähren, die den regen Grenzverkehr aufrecht gehalten haben. Leider habe ich keine Fotos mehr finden können. Aber es gibt ja noch die Anleger auf beiden Seiten für die Personenfähren - und mit Glück noch jemanden, der sich an die Details erinnern kann.
Leider komme ich erst in drei Monaten wieder in die Gegend. Aber vielleicht fragt ja ein ortsanässiger Forianer mal nach!
 
Hallo Cristof,

vielen Dank für die Info. Wenn ich richtig recherchiert habe, dann müsste das die "Puente Internacional" sein, über die die E1 führt: Die wurde 1991 eröffnet und verbindet die Orte Castro Marim und Monte Francisco mit Ayamonte.
Es wäre also durchaus möglich, das die "St. Martin" dort zwischen 1986 und 1991 eingesetzt wurde.
Wäre daher toll, wenn Du oder jemand anderes vor Ort nachfragen könnte.

Gruß Alex
 
Hallo Chica,

Hast du denn Kenntnis von anderen Fähren, die in Portugal "gelandet" sind?
:yes: Mein Kollege und Freund Wilhelm, hat auf seiner Webseite www.fjordfaehren.de Wagenfähren in Europa eine ganze Menge Fähren und Ihre Vergangenheit zusammen getragen.

Da wären zum Beispiel die ehemalige Fähre "Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar", seit 1993 im Frachtverkehr im Bereich der Azoren / Portugal unterwegs,

oder die "Cale de Aveiro", Einsatort Forte da Barra - Sao Jacinto (an der Mündung des Ria de Aveiro), Portugal, ab 2007

oder die "Castelo de Paiva", die 2006 als Behelfsfähre über den Fluss Douro während der Reparatur der Brücke bei Pinhão im Einsatz war und momentan zum Verkauf steht.

Zu dieser Fähre gibt es auch eine kleine Geschichte:
Ende Januar 2010 hat sich Wilhelm bei mir gemeldet, er hätte auf dem Doauo bei Varzea do Douro eine reckteckige Schiffsform entdeckt. ca. 37 m lang, wüsste aber nicht, ob das eine seiner gesuchten Schwedenfähren ist oder eventuell meine "St. Martin": :confused:
Gut, ich wußte es natürlich auch nicht und konnte es auch nicht auf dem Bild erkennen, das er mitgeschickt hat und Google Earth und Google Maps brachten auch kein brauchbares Ergebnis, die Auflösungen waren einfach zu schlecht. :noplan:

Darum hab ich mich mal wieder auf die Suche gemacht und das Web nach Bildern des Ortes und der Umgebung durchforstet und bin tatsächlich ein paar Tage später hier (2 Bild von oben und ganz unten) und hier fündig geworden:
Ergebnis: Es war eine der beiden gesuchten Schwedenfähren. Tja, Pech für mich und Glück für Ihn. :)

Tja, ansonsten kenne ich noch die Webseite von Cai Rönnau, [DLMURL="http://www.inselfaehren.de"]Herzlich willkommen[/DLMURL] der unter anderem auch die [DLMURL="http://www.inselfaehren.de/index.php?page=transtejo"]Tejofähren[/DLMURL] dokumentiert hat.

Das war es dann aber auch schon, denn normalerweise recherchiere ich ja nur zu "meinen" Fähren aus Linz / Kripp oder halt zu Fähren aus Deutschland, wo ich einen Bezug zu habe (z.B. wo ich selber schon war und fotografiert habe oder wo eine von meinen Fähren mal im Einsatz gewesen ist ... ):whistle:

Gruß Alex

P.S. Die Inhalte der verlinkten Webseiten unterliegen der Haftung der Seitenbetreiber.
 
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hi Alex -
vielen Dank für die vielen vielen Infos.
Ich muss zugeben: Ich hätte nicht gedacht, dass Fähren ein so faszinierendes Thema sein können. Wieder was gelernt! :yes:
 
Hey Alex, ich glaube, dass ich nun verstanden habe, was du meinst. Dann hast du ja wirklich ein sehr spezielles Verhältnis zu der einen bestimmten Fähre. Aber angenommen, dass du nun erfahren würdest, dass die Fähre noch irgendwo in Portugal aktiv ist. Würdest du dann sogar einen Tripp dorthin machen oder bist du nur an der Geschichte interessiert? Bitte nicht falsch auffassen, aber es ist halt für einen aussenstehenden wie mich nicht leicht zu verstehen, weil es schon sehr speziell ist :)
 
Hallo Ruben,

Deine Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie es vielleicht scheint:
Ich bin zwar ein "verrückter" Fährenfan, aber auch bei mir gibt es gewisse Grenzen: :whistle:

Gehen wir mal von der optimalen (Traum-) Situation aus, das die "St. Martin" als Fähre noch im Einsatz ist und ich so eine Chance habe, mit Ihr zu fahren, dann ja, dann würde ich einen Kurztrip nach Portugal planen, wenn ich es mir finanziell leisten kann und es zeitlich auch machbar ist: :yes:
(Ich bin leider in den letzten 2 Jahrzehnten beruflich stark gebunden gewesen und finanziell war es auch nicht so rosig gewesen, daher habe ich nur Urlaub zu Hause mit einzelnen Tagesausflügen gemacht).

Wenn ich also wüsste, das die "St. Martin" noch fährt, aber nicht mehr als Fähre sondern zum Beispiel als Taucherschiff oder als Arbeitsponton, dann würde ich keinen Trip machen, genauso wenig, wenn Sie noch irgendwo als Wrack liegen würde, das ist mir das Ganze dann nicht wert.
Natürlich würde ich es immer im Hinterkopf behalten und wenn sich die Gelegenheit für einen Urlaub in der Nähe bieten würde (z.B. durch eine Einladung oder ähnliches), dann würde ich auch dort vorbeifahren wollen, aber extra dafür dorthin fahren, nein. :nono:

Eine Grenze ist auch erreicht, wenn ich (wie im Fall meiner zweiten, vermissten Fähre), auf die Bahamas müsste - das übersteigt definitiv meine finanziellen Möglichkeiten - dazu bin ich nicht oder soll ich schreiben noch nicht verrückt genug ? :confused:

Das gleiche gilt für eine weitere Linzer Fähre, die in Tansania (Daresalam) gelandet ist: Dort würde ich derzeit auch nicht hinfahren wollen, alleine schon wegen dem bedauerlichen Zustand der Fähre, (tut einen in der Seele weh, wenn man sie sieht,) und es ist mir zu teuer und zu gefährlich. :nono:

Eine weitere Fähre wurde nach Irland verkauft: Mit der bin ich als Jugendlicher früher regelmäßig übergesetzt. Zu der plane ich bereits einem Kurztrip, so 2-3 Tage, vielleicht dieses Jahr, eventuell auch erst im nächsten Jahr, mal sehen wann ich dazu Zeit finde, die Fähre ist mir nicht so wichtig. Vielleicht werde ich die mit einen Kurzurlaub in Irland kombinieren ... :D

Gruß Alex
 
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