Aktuelles

[Heise] Spanien, Portugal, Irland und Zypern mit stärksten wirtschaftlichen Ungleichgewichten

Insgesamt 12 Ländern in Europa drohen wegen makroökonomischer Ungleichgewichte Sanktionsverfahren der EU


Vier Länder in Europa sind der EU-Kommission in Brüssel besonders wegen ihrer wirtschaftlichen Ungleichgewichte aufgefallen. Unter den großen Ländern in Europa ist nur Spanien in der Spitzengruppe. Mit dem Nachbarn Portugal sticht deshalb die iberische Halbinsel bei den identifizierten Problemen besonders hervor. Hinzu kommt aber auch Irland, das noch vor Portugal Ende 2010 über den temporären Rettungsschirm (EFSF) aufgefangenen werden musste, und Zypern, das ebenfalls praktisch als Pleitestaat gilt.
Erstaunlich ist, dass die EU-Kommission Griechenland nicht in der Spitzengruppe der Länder mit den größten makroökonomischen Ungleichgewichten verortet, was aber auch damit zu tun hat, dass man sich auf Datenmaterial bezieht, dass mehr als ein Jahr alt ist. Die Hellenen gehören mit der Slowakei zu der Gruppe, bei der fünf von zehn Indikatoren über dem Sollwert sind. In den oben genannten vier Ländern sind es sechs Verstöße gegen Stabilitätskriterien. Besonders auffällig ist Spanien natürlich in der Frage der Arbeitslosigkeit. Denn seit drei Jahren liegt die Arbeitslosigkeit über der von der EU-Kommission ohnehin hoch angesetzten Schwelle von zehn Prozent. Ermittelt wurde in Spanien im Durchschnitt eine Quote von 16,5%. Aktuell ist sie schon bei 23% angeschwollen und steigt weiter.

zum Originalartikel...
 
Zurück
Oben