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Verbrennungstoilette Cinderella motion

Wolfgang

Administrator
Seit gestern brennt bei mir im Wohnmobil die Cinderella Verbrennungstoilette. Kein unhygienisches Entleeren der Kassetten, keine Schlepperei mehr und keine Reiseplanung, die sich an Entsorgungsstationen zu orientieren hat. Nicht gerade billig, aber ein Stück mehr Unabhängigkeit und Komfort.
 

Wolfgang

Administrator
LPG geht jetzt auch - mit Gasfilter. Strom 12 Volt notwendig. Kapazität für bis zu 6 Personen ist so zu verstehen, dass pro Stunde ca. 5 Benutzungen möglich sind. Auch während des Brennvorganges kann die Cinderella betrieben werden, ohne dass man sich den Wertesten von Allen verbrennt. Der Deckel hat dann angenehme 35 Grad maximal.
 
Kenne die Toilette gut.
Dafür noch extra Energie verbrauchen, macht für mich persönlich wenig Sinn. Erst recht nicht zu dem Preis.
Das Nächste ist die Störanfälligkeit. Da haben Bekannte schon ganz schön geflucht, zumal der Service der Firma nicht besonders berauschend war. Wer gerade weit entfernt im Ausland ist, und nicht gerade technisch begabt ist, der hat dann schon seine Probleme. Bei einem Bekannten war eine Schraube des Schließmechanismus nicht richtig fixiert und schon ging das Ding immer auf Störung.
Bei einem anderen hat sich der Brenner auf schlechter Piste etwas verschoben und auch da war die Behebung unterwegs ein kleines Abenteuer.
Mit unserem Festtank kommen wir zu zweit ohne Chemie ( höchstens mal Ammovit neu ) 2 Wochen aus. Die einzige echte Alternative wäre für uns eine Trockentoilette.
 

Wolfgang

Administrator
Ich habe bisher nur Gutes gehört. Wir werden sehen... Es ist bekannt, dass die ersten Jahre noch Kinderkrankheiten vorhanden waren, die inzwischen behoben worden sind. Das jetzige System ist ziemlich ausgereift - hoffentlich ;) Service habe ich in Portugal in Armacao de Pera mit direkten Draht zu Cinderella. Ich hoffe jedoch, dass ich ihn nicht brauche. Energie sind 100 Gramm Gas. Das ist ja wohl nichts im Vergleich zur Umweltbelastung durch die Chemie in Kassettentoiletten. Bei einem Festtank schleppt man immer rund 150 Liter extra mit herum, das kostet auch Energie, also so what...
 
Wie schon geschrieben, Chemie nutzen wir nicht und haben auch keine Kassetentoilette ( möchten wir auch auf gar keinen Fall haben ). Da wir als Fulltimer im Womo leben, schleppen wir nicht ständig Abwasser sondern nur Frischwasser mit. Wir sind gefahren, haben irgendwo schön für 10-14 Tage gestanden, sind dann zu einer Ent-Versorgungsstation gefahren und haben uns anschließend wieder auf Tour begeben.
 

Wolfgang

Administrator
und genau das ist nicht mehr notwendig, nach 10 Tagen an die Entsorgungsstation. Und was macht ihr mit dem Grauwasser? Einfach ablassen?
 
Wenn wir Schwarzwasser ablassen, lassen wir auch Grauwasser ab. Ist doch ganz normal und das müssen wir ca. nach 10-14 Tagen.
Was machst du denn mit dem Grauwasser ? Dein Klo verbrennt das doch auch nicht. Du mußt also ganz genauso zu einer Entsorgungsstelle.
 

Wolfgang

Administrator
Natürlich muss ich auch mal das Grauwasser entsorgen (160 Liter Tank dafür). Aber wesentlich später, da kein Wasser für die Klo-Spülung gebraucht wird und ich mache das jetzt immer nur dann, wenn ich wieder Frischwasser brauche, da geht das dann in einem Aufwasch.
 
Wir haben 200Lltr. Grauwasser und 200Ltr. Schwarzwassertank sowie 350 Ltr. Frischwasser.
Passt sehr gut. Wenn Frischwasser alle ist, sind die Abwassertanks auch voll.
Wenn wir den Schwarzwasser auch für Grauwasser nutzen könnten, dann hätten wir und das wäre hier und genial, ca. 4Wochen Unabhängikeit. Deswegen kam schon mal der Gedanke an eine Trockentoilette auf.
 

Wolfgang

Administrator
Das ist sicher Glaubenssache.... Wer eine Trockentoilette hat, möchte nichts anders, weil es die kostengünstigste Lösung ist für gewisse Unabhängigkeit. Jeder muss selbst alle Für und Widers abwägen und eine Lösung finden, die für ihn individuell am Besten erscheint.

Wir haben 200Lltr. Grauwasser und 200Ltr. Schwarzwassertank sowie 350 Ltr. Frischwasser.
Boa das ist richtig gut - und da stellt sich natürlich die Frage nach dem Einbau einer Verbrennungstoilette nicht.
 

Wolfgang

Administrator
seit knapp einem Monat in Betrieb und meine Begeisterung ist ungetrübt. Ich habe in dieser Zeit für die Verbrennung von ca 180 "Vorgängen" 20 Liter Gas gebraucht und ein 2 x Mal die Asche ausgeleert (2 Minuten). Das wars.... Wenn ich mir vorstelle, wie oft ich die Chemietoilette hätte entsorgen müssen. Ich möchte diese Verbrennungstoilette nicht mehr missen. Was im Winter sicher sehr angenehm ist, ist der lauwarme Toilettendeckel (nicht zu warm). Bei 28 Grad im Wagen in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig, aber man sitzt ja keine Stunde.
 

Wolfgang

Administrator
auch nach 2000 Benutzungen immer noch genau so toll wie am Anfang. Das einzige Manko ist, dass es ab und zu mal nach verbrannten Papier riecht, aber nicht stark. Wartung ist einfach. 4 Schrauben und 2 Flügelschrauben. Alle 500-1000 Mal muß dann der Katalisator gereinigt werden (einfach unter heißes Wasser halten) und der Lüfter von Ascheresten befreit werden. Das ist in ca. 15-20 Minuten erledigt. Also mein Fazit - jederzeit wieder
 
Hallo Wolfgang, ich stehe kurz vor der Entscheidung, ebenfalls eine Cinderella einbauen zu lassen. Ich kann Deine Argumente sehr gut nachvollziehen und meines Erachtens spricht alles dafür, wenn man keine Lust auf die übliche Entsorgung hat. Eines konnte mir aber bisher noch niemand zufriedenstellend beantworten: Ist die Filterung der Abgase tatsächlich so gut, dass keine Geruchsbelästigung der Nachbarschaft auftritt. Könnte sonst ja vor allem auf engeren Plätzen durchaus zu Unfrieden führen. Wie sind da Deine Erfahrungen?
 

Wolfgang

Administrator
Der Geruch ist eigentlich keine richtige "Belästigung". Meistens ist es ja auch völlig geruchlos. Wenn der Rauch mal witterungsbedingt nach unten zieht, dann kann es vorkommen, dass es 3 bis 5 Sekunden nach verbranntem Papier riecht. Das ist aber sofort wieder weg. Wir stehen manchmal auch im Kuschelmodus, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Noch nie eine Beschwerde bekommen. Ich bin nach wie vor begeistert und grinse immer, wenn die vollen Kassetten zur Entsorgung gezogen werden oder die halbe Million Teile ihre 300 Liter Exkremente ausleeren, die sie ständig mit herumfahren. Das Wohnmobil riecht auch nicht nach Chemie oder nach sonstwas. Ich würde mir diese Toilette jederzeit wieder einbauen lassen. Es war eine der besten Anschaffungen für uns.
 
Hallo Wolfgang, im Internet suchte ich nach Cindarella Toilette und bin auf diesen Beitrag gestossen. Mit dieser Toilette beschäftige ich mich schon einige Zeit, konnte aber nie wirklich jemand finden, der Erfahrung damit hat. Die Auskunft an den Messen haben mich auch nicht immer überzeugt.
Zwei Fragen beschäftigen mich schon lange:
1. Der Verbrennungsprozess dauert ja eine Weile. Wenn ich mit dem Wohnmobil unterwegs bin und schnell das kleine Geschäft erledigen muss, kann ich gleich weiterfahren oder muss ich den Verbrennungsprozess abwarten. Ich überlegte mir, dass bei sofortiger Abfahrt die Flüssigkeit im Verbrennungsraum hin und her schwappt. Da bin ich mir nicht sicher ob es dann überläuft oder genug abgedichtet ist.
2. Der Ventilator für die Verbrennung gibt ja Geräusche ab. In der Nacht kann das für den Partner unangenehm sein, wenn ich das kleine Geschäft erledigen muss. Kann ich das kleine Geschäft in den Verbrennungsraum leiten, ohne dass die Verbrennung startet und sie erst am Morgen starten?
Grüsse Rolf
 

Wolfgang

Administrator
Es ist so lange zu warten, bis die Brennkammer 200 Grad erreicht hat wegen dem Sog für den Abzugskamin. Das ist nach ca. 5 Minuten erreicht. Es ist mir ein Mal passiert, dass etwas übergelaufen ist, allerdings war das fast eine Vollbremsung. Das war auch kein Problem. Kurzes Aufwischen und gut. Im normalen Fahrbetrieb bleibt die zu verbrennende Materie aber immer in der Brennkammer.

Man kann natürlich den Deckel schließen, damit das Papier-Inlett in die Brennkammer fällt und dann den Deckel wieder öffnen. Es findet die Verbrennung erst statt, wenn der Deckel wieder geschlossen wird. Der Hersteller empfiehlt das aber nicht wegen Rostgefahr. Der Ventilator ist so leise, dass er nicht stört. Wird er mit der Zeit lauter, ist eine Reinigung und neues Einölen notwendig. Das ist aber rasch erledigt und dann surrt er wieder leise. Wenn das Inlett in die Brennkammer fällt, ist das lauter als der Lüfter. Nur man gewöhnt sich so schnell daran, dass man weder das Geräusch der "Falltür" noch den Ventilator wahrnimmt.
 

Wolfgang

Administrator
ich möchte diese Art der Entsorgung nicht mehr missen. Wichtig ist, dass immer ausreichend Strom und Gas vorhanden ist. Also nach einer Woche ist eine Gasflasche alleine für die Verbrennungsvorgänge verbraucht (ca. 70 - 80 Benutzungen). Ein zusätzlicher LPG Gastank ist ideal