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Algarve für Entdecker Ölbohr-Vorbereitungen müssen pausieren

Wolfgang

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Die Vorbereitungen für Testbohrungen nach Öl und Gas 46 Kilometer vor der Küste von Aljezur sind für zunächst drei Monate ausgesetzt. Das entschied ein Gericht in Loulé nach einer Anhörung im Verfahren um eine Klage des Umweltschutzbündnisses PALP (Plattform Algarve frei von Öl). Innerhalb der Frist soll die portugiesische Umweltagentur APA darüber informieren, ob für jedes einzelne der Bohr-Vorhaben des Konsortiums Galp/Eni eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden muss. Der Konzessionär hat offenbar vor, im zweiten Quartal 2018 die Probebohrungen im tiefen Alentejo-Becken zu starten.

Der Gerichtsbeschluss erging einen Tag, nachdem zehn Bürgermeister von Algarve-Kreisstädten und einer aus dem Alentejo zusammen mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, Umwelt- und Wirtschaftsverbänden mobil gemacht hatten gegen die Regierungspläne. Laut Medienberichten sprach die Bürgermeisterin von Lagos, Joaquina Matos, davon, dass die Algarve es als eine Art „Kriegserklärung“ gegen sich verstehen werde, falls die Regierung in Lissabon weiter die Lizenzen für Bohrungen von der Küste des Süd-Alentejo und der Nord-Algarve aufrechterhalte. Ministerpräsident António Costa wurde aufgefordert, sich umgehend mit Vertretern der Region zu treffen. Gewählter Wortführer in einem solchen Fall ist der Bürgermeister von Aljezur, José Amarelinho. Dessen Amtskollege aus Albufeira, Carlos Eduardo Silva e Sousa (60), starb wenige Stunden nach dem Treffen der Ölbohr-Gegner an Herzversagen. Er wurde bereits am Samstag beerdigt. In Albufeira herrscht eine dreitägige Stadt-Trauer; die Fahnen stehen auf Halbmast.

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Starb wenige Stunden nach diesem Auftritt vor Gegnern von Ölbohrungen vor der Küste Aljezurs: Albufeiras Bürgermeister Carlos Silva e Sousa (60), am Rednerpult. Foto: CM

Quelle: Algarve-News von Algarve-für Entdecker
 
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