Bisher bleibt alles beim Alten. Das Gesetz ist weder beschlossen noch veröffentlicht. Es ist der Vorschlag des Beratergremiums der Regierung.
Doch wenn es kommt, dann wäre das ein gewaltiger Schritt in Richtung Datenüberwachung und Bewegungsprofil.

Naturschutzgebiete:
Der Aufenthalt und das Übernachten in Wohnmobilen ist grundsätzlich verboten
. Also: wer im Wohnmobil oder Campervan zum Strand fährt und dort seine Stühle raus stellt oder im Wagen isst, zahlt künftig Strafe. Damit will man die Flut an Camper Vans an den Stränden eindämmen, damit die "normalen" Strandgäste" wieder mehr Parkmöglichkeiten bekommen.

Erlaubt ist der Aufenthalt nur an dafür zugewiesenen Stellplätzen oder Campingplätzen. Das hat den Hintergrund, dass die vielen illegal stehenden Camper (auch die unbewohnten Wohnwagen) in der Pampa verschwinden sollen.

In allen anderen Gemeinden
ist jetzt das Übernachten und Parken für maximal 48 Stunden erlaubt. Es ist geplant, eine App vorzuschreiben, die diese maximal 48 Stunden überwacht. Danach muß der Platz (und die Gemeinde) verlassen werden oder ein amtlicher Stellplatz oder Campingplatz aufgesucht werden. Es ist mehr als fraglich, ob so eine App den europäischen Datenschutzverordnungen standhält.

Fazit:
Ob das eine Erleichterung bzw. Verbesserung für Wohnmobilisten darstellt, wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls besteht dann die klare Rechtslage, die illegal stehenden Camper mit Strafe zu belegen und gleich zur kassieren, auch z. B. auf eigenem Grund (im Naturschutzgebiet). Eine weitere Verschärfung ist das Aufenthaltsverbot für Wohnmobile im Naturschutzgebiet.

Strafen:
Übernachten und Aufenthalt in Wohnmobilen außerhalb der erlaubten Zonen, werden mit einem Bußgeld in Höhe von 60 bis 300 Euro belegt. In Natura-2000-Netzgebieten, Schutzgebieten und Zonen, die unter die Küstenentwicklungspläne fallen beträgt das Bußgeld 120 bis 600 Euro.

Bei Lagerfeuern
im PNSACV beträgt die Geldbuße 10.000 € bis 200.000 € (Art. 43 Nr. 1 Buchst. r, Nr. 4 Buchst. d Gesetzesdekret 142/2008. Bei juristischen Personen kann die Geldbuße bis zu 5.000.000 € erreichen.